Was sind Limits (Hard Limits, Soft Limits)?
Persönliche Grenzen als Fundament jeder Session – und warum sie sich über Zeit verändern dürfen.
Limits sind persönliche Grenzen, die zwischen „harten“ und „weichen“ unterschieden werden. Sie gehören zu den zentralen Bausteinen jeder Vorbereitung im BDSM, siehe auch unseren Fachbeitrag zur Kommunikation im BDSM.
Hard Limits vs. Soft Limits
Hard Limits sind nicht verhandelbare Grenzen – Praktiken, Worte oder Situationen, die unter keinen Umständen Teil einer Session werden. Soft Limits sind situativ verhandelbare Bereiche: Dinge, die grundsätzlich interessant klingen, aber vorsichtig, in kleinen Schritten oder nur unter bestimmten Bedingungen angegangen werden. Beide Arten gehören offen ausgesprochen, bevor eine Session beginnt.
Limits verändern sich
Ein Hard Limit von heute kann in einem Jahr ein Soft Limit sein – oder umgekehrt. Limits sind kein einmal festgelegter, fester Vertrag, sondern etwas, das regelmäßig neu besprochen werden sollte, gerade in länger andauernden Beziehungen. Wer eigene Limits kennt, hat sie meist durch Selbstreflexion oder Erfahrung entwickelt, nicht durch reines Nachdenken im Vorfeld.
Zum strukturierten Durchgehen eigener Limits eignet sich unsere BDSM-Limits-Checkliste mit über 170 einzeln bewertbaren Punkten.