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BDSM-Glossar · Grundlagen

Was ist Masochismus?

Das „M“ im BDSM – die Lust am Erleben von Schmerz, Kontrolle oder Machtabgabe.

Masochismus bezeichnet die Lust am Erleben von Schmerz, Kontrolle oder Machtabgabe – stets im einvernehmlichen Rahmen. Der Begriff geht auf den österreichischen Schriftsteller Leopold von Sacher-Masoch zurück, dessen literarisches Werk im 19. Jahrhundert namensgebend wurde. Im BDSM bildet Masochismus gemeinsam mit dem Gegenstück Sadismus das „S“ und „M“ der Abkürzung.

Warum Schmerz angenehm sein kann

Körperlicher Reiz wie beim Impact Play setzt Endorphine und Adrenalin frei, die ähnlich wie beim Sport ein Hochgefühl auslösen können. Kombiniert mit Vertrauen und der bewussten Abgabe von Kontrolle entsteht für viele masochistisch veranlagte Menschen ein Zustand tiefer Entspannung, manchmal als Subspace bezeichnet.

Masochismus äußert sich unterschiedlich

Nicht jeder Masochismus ist körperlich: Manche Menschen erleben die Lust vor allem über Kontrollabgabe in einer D/s-Dynamik, andere über Humiliation oder psychische Anspannung ohne körperliche Schmerzreize. Wichtig ist immer, dass die Grenze zwischen gewünschtem Reiz und tatsächlicher Verletzung mit einem Safeword abgesichert bleibt.

Eigenverantwortung der masochistischen Person

Genau die Endorphine und das Adrenalin, die Schmerz angenehm machen können, dämpfen gleichzeitig die eigene Wahrnehmung von Warnsignalen – echte Verletzungen oder überschrittene Limits werden dadurch oft erst mit Verzögerung bemerkt, manchmal erst nach der Session. Deshalb liegt ein großer Teil der Verantwortung bei der masochistischen Person selbst: Grenzen müssen vorher klar kommuniziert werden, nicht erst dann, wenn sie im Moment spürbar werden.

Nach einer intensiven Session fällt der Hormonspiegel oft abrupt ab, was zu einem emotionalen Tief führen kann, manchmal als Subdrop bezeichnet. Bewusste Aftercare hilft, diesen Übergang aufzufangen und körperliche wie emotionale Folgen der Session in Ruhe zu verarbeiten.

Lust, eure eigene Dynamik zu entdecken?

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