Was ist Sadismus?
Das „S“ im BDSM – die Lust am einvernehmlichen Zufügen von Schmerz oder Kontrolle.
Sadismus bezeichnet die Lust am einvernehmlichen Zufügen von Schmerz oder Kontrolle. Der Begriff geht auf den französischen Schriftsteller Marquis de Sade zurück, dessen literarisches Werk im 18. Jahrhundert namensgebend wurde. Gemeinsam mit dem Gegenstück Masochismus bildet Sadismus das „S“ und „M“ im BDSM.
Sadismus im einvernehmlichen Kontext
Entscheidend ist die Abgrenzung zu echtem, nicht-einvernehmlichem Schaden: BDSM-Sadismus lebt von der Reaktion des Gegenübers innerhalb eines vorher abgesprochenen Rahmens, nicht von tatsächlicher Verletzung. Viele sadistisch veranlagte Menschen beschreiben den Reiz als Freude an der intensiven, sichtbaren Reaktion der anderen Person – Atmung, Mimik, Laute – nicht am Schmerz selbst.
Verantwortung der sadistischen Person
Wer sadistische Neigungen auslebt, trägt gleichzeitig die größte Verantwortung für Sicherheit und Grenzen der anderen Person, etwa beim Impact Play. Aufmerksames Beobachten und ein vereinbartes Safeword gehören untrennbar dazu.