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BDSM-Glossar · Praktiken

Was ist Figging?

Ingwer statt Werkzeug – ein brennender Reiz mit langer Tradition als Disziplinierung.

Inhaltsverzeichnis

Figging bezeichnet das Einführen eines geschälten Stücks Ingwer in den Anus oder die Vagina, das dort ein brennendes Gefühl auslöst. Historisch wurde die Praxis als Disziplinierungsmaßnahme verwendet, heute ist sie eine eigenständige Praktik innerhalb von Erziehung, Impact Play oder Humiliation – die unwillkürliche Reaktion auf das Brennen macht es zu einer klassischen Erniedrigungs-Praktik.

Vorbereitung

Nur frischer, vollständig geschälter Ingwer eignet sich. Frischen Ingwer erkennt man an glatter, fester Schale – schrumpelige, weiche Stellen deuten auf altes, ungeeignetes Material hin. Am besten wird ein leicht gebogenes, fingerartiges Stück geschnitzt, alle scharfen Kanten abgerundet. Am unteren Ende hilft eine kleine Kerbe, damit das Stück nicht vollständig verschwindet und sich später leicht wieder herausziehen lässt – das obere Ende bleibt dabei am besten ungeschält, damit es beim Greifen nicht abrutscht. Die Größe sollte klein beginnen, ähnlich wie beim Analtraining beschrieben, da sich das Brennen erst nach einigen Minuten voll entfaltet.

Zwei Varianten: sanft und intensiv

Wer Figging zum ersten Mal ausprobiert, startet am besten mit der sanfteren Variante: Der Ingwer wird äußerlich an Vagina oder Eichel gerieben, statt eingeführt zu werden. Die intensivere, klassische Form führt das Stück in den Anus ein. Beide Varianten lassen sich unabhängig voneinander ausprobieren, bevor man sich für die intensivere Form entscheidet.

Wirkungsdauer

Das Brennen entfaltet sich meist erst nach ein paar Minuten und wird mit der Zeit intensiver, deshalb bleibt der Ingwer üblicherweise zwei bis fünf Minuten an Ort und Stelle. Auch nach dem Entfernen hält die Wirkung meist noch 20 bis 30 Minuten an, in Einzelfällen auch deutlich länger.

Sicherheit

Figging ist nicht für Personen mit Hämorrhoiden, Analfissuren oder gereizter Haut geeignet, da Ingwer offene Stellen stark reizen kann. Anders als bei den meisten Praktiken lässt sich das Brennen nicht einfach abstellen: Die ätherischen Öle wirken bereits auf der Schleimhaut, auch nach dem Entfernen brennt es meist noch 20 bis 30 Minuten nach. Entfernen stoppt nur, dass noch mehr Öl nachwirkt – deshalb sollte immer jemand griffbereit sein, der das Stück sofort herausnehmen kann, und beide Seiten sollten diese Wirkungsdauer vorher kennen. Unsere Limits-Checkliste und Einverständniserklärung helfen dabei, nichts zu vergessen.

Für Einsteiger

Der Einstieg gelingt am leichtesten über die äußerliche Variante und ein kleines, frisches Stück – lieber kürzer und schwächer starten, als gleich mit der intensivsten Form zu beginnen. Wer unsicher ist, testet die Reizung vorab kurz an einer unempfindlicheren Hautstelle.

Häufige Fragen

Tut Figging weh oder ist es nur unangenehm heiß?
Beides trifft es nicht ganz – die meisten beschreiben es als intensives, tief sitzendes Brennen, nicht als klassischen Schmerz. Wie stark das empfunden wird, ist sehr individuell.

Kann ich den Ingwer einfach wieder entfernen, wenn es zu viel wird?
Das Stück selbst lässt sich jederzeit sofort entfernen, deshalb muss immer jemand griffbereit sein. Das Brennen selbst hört dadurch aber nicht sofort auf – die Öle wirken bereits auf der Schleimhaut und klingen erst nach und nach ab. Wer Figging ausprobiert, sollte das vorher wissen, statt es erst mitten in der Session zu merken.

Ist Figging dasselbe wie Analtraining?
Nein, auch wenn beide den Anus betreffen. Analtraining zielt auf behutsame Gewöhnung ab, Figging auf den brennenden Reiz des Ingwers – die beiden Themen lassen sich aber gut kombinieren.

Bereit, eure eigene Dynamik zu entdecken?

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